Archiv für die Kategorie ‘öffentliches’

bunter Brockensturm

Montag, 08. Februar 2010

“Das habe ich noch nicht erlebt. Mehr als 8 Wochen bin ich in Deutschland. Aus Afghanistan, aus dem alltäglichen verrückten Leben entkommen. Voller Hoffnung in Deutschland angekommen. Aber es war traurig, es war nicht so freundlich wie ich hoffte. Es war manchmal so, dass ich keinen Mut mehr hatte… und dann das: Kommt ihr mit zum Brocken? Wir fahren auf diesen Berg in der Mitte Deutschlands.”

Der Brocken ist bunt

Warum dorthin? Es gab einen Aufruf, am 31. Januar 2010 wieder und in dieser Form erstmals zu zeigen, dass dieser so symbolträchtige Ort für die deutsche Nationalkultur und die Wiedervereinigung Deutschlands seine Bedeutung behält, wenn von hier ein Zeichen der Überwindung von Grenzen, von trennenden Mauern und von nationalistischen Selbstschüssen geistiger Verdummung ausgeht. Für alle Gegenden der Welt. So ein Berg ist nicht die Mitte einer vermeintlichen Festung. Er ist der weithin sichtbare und tolle Aussichten ermöglichende Berg. Er lädt ein, ist spannend zu erleben bei jeder Witterung.

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[Diskussion] der IRAN ergrünt… hoffentlich!

Samstag, 09. Januar 2010

Aus dem Iran erreichen uns Nachrichten, die erschüttern und erstaunen lassen. Viele Menschen beteiligen sich an der Demokratiebewegung („Grüne Bewegung“). Sie riskieren ihr Leben, kämpfen für Freiheit, Demokratie und Bürgerrechte.

Menschenrechte werden in diesem Land alltäglich missachtet. Es betrifft insbesondere Menschen, die sich den engen, einseitigen Auslegungen des Koran durch den Wächterrat und seiner Hoheit über die politischen Verhältnisse widersetzen.

Viele Oppositionelle, die den Iran verließen, setzten im Ausland ihre Arbeit fort. Doch sie ersetzen nicht die Bewegung im Land. Dort werden von Betroffenen die Ereignisse dokumentiert. Auch kürzeste Filme zeigen, was der Weltöffentlichkeit verheimlicht werden soll.

Am 12. Januar 2010 findet ab 19 Uhr ein Dokumentarfilm-, Vortrags- und Diskussionsabend statt.

Erwachen einer Nation - ein Dokumentarfilm von Peyman Tabarkhun

Freiheit und Demokratie für mein Land - ein Impulsvortrag von Homayun Alam/Frankfurt a.M.

ALLE Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu informieren, sich auszutauschen und mitzudiskutieren.

Anschlag auf Weltladen

Mittwoch, 06. Januar 2010

Am Silvestermorgen klingelten um 4.26 nicht die Wecker in der Kurzen Meile. Im Haus Nr. 32 und in den angrenzenden Gebäuden schreckten Menschen hoch. Kurz nacheinander, dass es einigen wie ein Schlag klang, krachten drei Steine in zwei Schaufenster und gegen die Verglasung der Eingangstür.

Tür + Schaufenster in der Nacht

Glas splitterte, zwei Scheiben gingen zu Bruch, das Türglas war gesprungen und doch im Rahmen geblieben. Drei kiloschwere Steine lagen zwischen den Scherben. Mindestens drei Täter mussten hier ihren “Spaß” gehabt haben. So nüchtern und klar, dass sie gleichzeitig und auf Kommando zielgerichtet werfen wollten und konnten. Kein versuchter Einbruch, stellte die Polizei sofort fest. Vandalismus sei es. Zerstörungslust und -wut.

Und es war nicht der einzige polizeilich wahrgenommene Vorfall mit drei Leuten in dieser Nacht, sagten aufmerksame Bewohner der Kurzen Meile, als sie beim Zusammenfegen und Wegtragen der Splitter halfen: “Da haben schon vor Mitternacht drei Leute randaliert, das konnte ich hören und sehen” und ein anderer ” … doch suchen wir möglichst alle Glasscherben, das auch Hunde sich nicht die Pfoten aufschlitzen, wenn sie morgens ausgeführt werden”.

Allein das? Es sind die Scheiben nicht irgend eines der Geschäfte in der Kurzen Meile. Der (Eine-) Weltladen des Schrankenlos e.V. Nordhausen hat hier sein zuhause. Und beruhigend für alle anderen Geschäftsleute – kein anderer Laden hat in dieser Zeit in diesem Geschäftsmeilchen etwas Vergleichbares erlebt. Das wird auch so bleiben.

Eingangstür

Warum? Dazu einige erhellende Rückblicke:

Bald nach der Wieder-Eröffnung vor ca. zwei Jahren brachten wir in Körperhöhe ein Schild an, das in den Weltladen und das dazugehörige Café einladen sollte und das Anliegen kennzeichnete. Das wurde in einer vergleichbaren Nachtaktion mit roher Gewalt von der Wand gerissen, zerstückelt und einige dutzend Meter weiter verstreut. Die Fußabtritte waren noch an der Wand zu sehen. Die Polizei fand eben den Vandalismus als Beschreibung des Vorgangs. Täter unbekannt.

Am 27.3.2009 zogen die Naz(!)ionalisten vor dem Weltladen auf: ihre Parolen rufend tänzelten sie aufgeregt vor dem Ladeneingang, filmten und forderten heraus, fühlten sich stark und erregten sich selbst wohl am meisten. Ihre deutsche Sprache ließ zu wünschen übrig, aber das kompensierten sie locker vor ihren Damen, denen sie wie Helden erscheinen müssen.

Zum 1.Mai wagten sich die jungen “Nationalen” auf den Petersberg. Ihr “Protest”-Auftritt war nicht Willkommen und wurde mit einem Platzverweis beendet. Nur wenige Minuten später standen sie mit Transparenten und lauten Parolen erneut vor dem Weltladen, für die Kamera und ihre Internetseite pos(s)ierend.

Nach der jüngsten Meinungsäußerung in und nach der Stadtratssitzung samt einer populistisch-naiven (oder lächerlichen) Darstellung seiner Einsichten um ökonomische Zusammenhänge (Thema: Fair-trade-town oder Fair-Handels-Stadt Nordhausen) hatte der zuständige NPD-Funtionär damit geradezu Mut gemacht, seinen Worten tatkräftige Zeichen folgen zu lassen.

Sicherlich wird er Krokodilstränen zeigen, wenn er diese vandalisierende Form für ungeeignet erklären sollte (so ihn jemand fragt). Aber die ihn Wählenden sind eben nicht nur paar ver(w)irrte biedere Bürger, sondern auch der Tross “(deutsch)nationalen Widerstandes” kruder Kulturchauvinisten zwischen paar Hools, einigen NDH-Citys und vermummten nationalen Widerständlern. Jedem deutschnationali(istisch)en Biedermann stellt sich sein Brandstifter an die Seite. Freiwillig.

Tatsächlich finden sich im Weltladen eher Aktive aus dem BgR (Bündnis gegen Rechtsextremismus) als von den Nationalisten und ihren schlagkräftigen Truppen. Die müssten aber nach ‘rechtem’ Verständnis schon deshalb hier einkaufen (was übrigens EINER der mit ihnen ab und an Umherziehenden auch tat), um den vielen auf sie einstürmenden Ausländern deren Heimat schmackhaft zu machen. Sie würden mit ihrem Einkauf hier dafür sorgen, dass dort endlich gerechtere Löhne bezahlt werden. Aber das können wir ja in einer Gesprächsrunde und Fair-Trade-Lehrstunde bearbeiten. Dazu später.

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[Konzert] - NoWayOut

Montag, 14. Dezember 2009

NoWayOut

am Donnerstag (17.12.2009)

ab 20 Uhr

im Weltladen

Barfüßerstr. 32 // Nordhausen


Der Zauberer der Zeit spielt bald

Musikprojekt NOWAYOUT! spielen ihre eigene Adaption von Dark-Wave. Sie vertrauen auf ihr Gefühl, ihre Erfahrung, ihre Ansprüche an die eigenen Fähigkeiten, Musik mit deutschen Texten zu produzieren.

Der Ursprung war die Begegnung zweier Menschen - der eine, Lars Petersohn, in der elektronischen Musik zu Hause - der andere, André Seifert, Liedermacher. Die Mitte war die Begegnung zweier musikalischer Richtungen - dazwischen scheinbar Diskrepanz. Trotzdem - oder gerade wegen der vermeintlich unlösbaren Klüfte zwischen Liedermacher und elektronischer Musik, wollten Sie die Fusion. Da ging es um Spannung, um die Herausforderung und letztendlich um die Kraft, die Stärke heißt. Diesen Weg kreuzte schließlich Matthias Haun, der durch sein Wissen und seine Fähigkeiten als Organist und Pianist das musikalische Spektrum um ein vielfaches erweiterte. Und so zeichnet sich das Gesicht von NoWayOut!, was 1999 als Skizze begann, über die Jahre reifte und auch heute sich immer wieder mutig verändert. Auf der Bühne unterstützen Flötistin Johanna Scheuer und Gitarist Philipp Aderhold den musikalischen Output.

Anfang 2010 kommt das neue Album E-Axiom. Es ist ein Tribut an die vergangenen zehn Jahre, ein Spiegelbild ihrer Leidenschaft, doch akustischer und minimalistischer denn je. „Der Zauberer der Zeit spielt bald“ heißt es in einer Zeile der ersten Single zum Album. Und diese Zeile könnte nicht treffender das E-Axiom Liveset beschreiben.

Jeder ist eingeladen, ein Stück E-Axiom kennenzulernen – am 17.Dezember ab 20 Uhr im Weltladen in Nordhausen.

www.nowayout.info/
www.jp.nowayout.info/
www.myspace.com/musikprojektnowayout

[Konzert] - The Rabbits

Dienstag, 27. Oktober 2009

25_11_konzert

…und hier noch ein Interview, welches die sympathischen 4 Hasen der FHZ - FachHochschulZeitung gegeben haben. Wer jetzt keine Lust auf ”Hasen-Sound” bekommt, der hat taube Ohren …oder Tomaten auf den Augen. …wir sehen und hören UNS am MITTWOCH im WELTLADEN

Darf ich bekannt machen? - Vier Jungs die RET studieren und nebenbei richtig gute Musik machen. ”THE RABBITS” Ich habe mich mit Alex (AlexPausH), Valentin (Kravalentin), Johnnie (Dr.Long John) und Simon(FränkySimon) getroffen und ihnen ein paar Fragen gestellt, um sie euch liebe Studenten nahe zu bringen.

So Jungs, erzählt mal. Wie lange gibt es euch schon?

Valentin: Seit März 2009 aber die Idee gibt’s schon lange…

Wie würdest ihr selbst eure Musik beschreiben?

Alex: Gut, tanzbar, gute Laune Musik….

Und was für ein Genre?

Johnnie: Ska angehaucht, wegen der Trompete
Alex: Naja is mehr so….mmh wir haben ja viel von Cash und Bluegrass Style bloß ohne Geige…..ach schwierig…jedenfalls ist immer ein treibender Beat dabei und immer etwas Hippeligkeit….
Simon: Es ist sehr rhythmisch….
Valentin: Es ist funky….
Alex: Es ist halt experimenteller Ska….wir haben alles dabei…auch ruhige Lieder. Wir haben halt vom Genre her: Andrew Bird, Cash bis hin zu The Cat Empire….wir probieren vieles aus sind aber am meisten von The Cat Empire inspiriert…

Was ist in der Zukunft geplant? Wollt ihr auch mal etwas selber komponieren?

Alex: Sehr, sehr gern..es ist geplant…<

Und ich habe gehört ihr braucht noch Unterstützung? Einen Keyboarder?

Alex: Oder rin….aber dann könnten wir uns bei der Bandprobe nicht mehr so gehen lassen..mmhhh

Na gut..das lass ich mal so stehen…Habt ihr irgendwelche Vorstellungen oder Ansprüche an den neuen Keyboarder oder Keyboarderin?

Alex: Er oder sie sollte spielen können.
Simon: Er muss locker sein und improvisieren können…und korrekt sein..
Johnnie: Jazzeinflüsse fänd ich geil…
Alex: Wir sind ja nicht wählerisch aber er muss genauso sein….

Aha okay, sagt mal kann man euch eigentlich buchen?

Alex: Klar…wwww.buch-mich.com/

Nee jetzt mal ohne Witz…kann man auf euch zukommen und sagen: ”hey, ich hab da ne Party und hätte gern ne Live Band dazu?”

Valentin: Ja das kann man
Alex: Aber das müsste schon….also wir haben auch schon mal auf nen Geburtstag gespielt…also für enge Freunde ist das kein Ding aber wenn ne krasse Party wär- wir erinnern uns da gerne an den Gurkenmeyer zurück, da haben 6 Leute zusammen gefeiert…das war der Hammer…also für so etwas sehr, sehr gerne
Simon: Für Bekannte  auf jeden Fall, Leute die wir kennen.
Alex: Und größere Partys….

Beschreibt bitte eure Band in 3 Worten.

Nach einer etwas längeren Diskussion einigten sich die Jungs auf folgendes: Keine herkömmlichen Feldhasen.

Nehmt ihr verschiedene Rollen in der Band ein? Der Eine sucht die Lieder raus, der andere stimmt darüber ab…und und und?

Alex: Eigentlich rennen wir alle in den Bandraum, machen das Licht aus und mit einmal geht alles los…
Johnnie: Ich glaub das läuft alles zusammen.
Simon: Also Rollen gibt’s keine
Alex: ich kann mich noch sehr gut an die erste Probe erinnern, das war auch der Hammer. Wir haben alle einfach unsere Instrumente in die Hände genommen  und los gejammt und du hast dich umgesehen und sahst bei allen ein fettes Grinsen im Gesicht….das hat gleich gepasst..
Simon: Wichtig war halt das wir auch grob denselben Musikgeschmack haben…
Alex: Eigentlich sind wir wie ein Transformer…zusammen mutieren wir zu einem Super Hasen…

Was hört ihr privat für Musik?

Johnnie: alles, Jazz, Hip Hop und Ska…ach ja und viel Radio
Valentin: südamerikanische Sachen, Spanische  Lieder auch Hip Hop aber Electro geht auch klar.
Alex: Alles….mit dabei manchmal Drum and Base, Latin Amerikan eigentlich alles
Simon: Red Hot Chilli Peppers und Blasmusik
Johnnie: Was Blasmusik?
Simon: Wenn wir abends vespern hören wir Blasmusik…ohne Scheiß…hahaha

Habt ihr schon mal betrunken gespielt?

Johnnie: Nie, nein das ist oberste Regel.
Alex: Jeder der uns kennt sollte wissen das wir nie betrunken spielen.

Und gibt‘s Groupies?

Johnnie: Ja, auf dem Campusfest sind zwei BHs auf die Bühne geflogen…

Hattet ihr bisher einen richtig unangenehmen Auftritt? Welcher war der, an den ihr gerne und mit viel Enthusiasmus zurück denkt?

Valentin: IPW war gut definitiv…
Johnnie: Campusfest und Gurkenmeyer war auch richtig gut.

Was wollt ihr den Studis da draußen sagen, habt ihr Tipps für das Leben in Nordhausen?

Alex: Es ist immer gut nen Hasen in der WG zu haben…hahahaha.

Zum Schluss sei von meiner Seite gesagt, vier Jungs die einen richtig guten Humor an den Tag legen, sehr gute Musik machen und es verdient haben gehört zu werden. Also an alle Erstis und Wiedergekehrte: Zu den jeweiligen Terminen erscheinen, den musikalischen Szenarium lauschen und Fan werden. An die RABITTS: Nochmals danke für das amüsante, lockere Interview. Kristin

FAIRdrückt!

Montag, 24. August 2009

Bei den Mitteldeutschen Meisterschaftsläufen im Gehege am 22.08.09 ging es - am Rande - um mehr …

FAIRdrückt_Team

Viele Hände wurden gedrückt. Bei Siegerehrungen und Danksagungen, manchmal war es auch ein freundlicher, tröstender oder erfrischender Schlag auf die Schulter. Doch etwas Besonderes zeigte sich im Radsportgewimmel: FAIR-TRADE-TOWN war anwesend, die Initiative (und Bachalorarbeit) einiger Studentinnen der FH in Zusammenarbeit mit dem Weltladen des Schrankenlos e.V. Nordhausen.

Der Tag war günstig. Sonne kostenlos, strahlende Organisatoren und Sponsoren. Prominente Sportler und Sportlerinnen, solche, die es werden wollen und am meisten die, die Spaß haben am Fahrrad und seinen sportlichen Möglichkeiten im Gelände. Und einige der Polit- und Wirtschaftsprominenz waren auch dabei – sicher nicht nur wegen des Wahlkampfes…

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